| Der Wintersport
ist in Österreich ob dem Vorhandensein der Alpen und (nach wie vor) häufig
frostiger Termperaturen natürlich sehr populär - und auch erfolgreich. Auch
wenn die Sportarten "Ski Alpin" oder "Ski Nordisch" (insbesondere
das Skispringen) nicht unbedingt weltweit populäre Sportarten sind - hiermit
wird die Medaillenbilanz bei den Winterspielen immer wieder solide aufpoliert.
Finden
Sie hier die "Helden des Wintersports" - zuerst die aktuellen (meist
noch aktiven) Topstars - weiter unten dann die "ewigen Helden". Bei
diesen ist es mangels einer eigenen Homepage meistens ein Link zu Wikipedia, dem
Sie viele Informationen entnehmen können.
Hier die "aktuellen"
Topstars des Wintersports in Österreich:
Felix
Gottwald
Nicht lange nach dem Karriereende von Klaus Sulzenbacher
und neben Mario Stecher war da plötzlich wieder ein Top-Kombinierer
im Stall der Nordischen Österreicher. Und der gewann dann
alles, was es zu gewinnen gibt: Doppelolympiasieger, Weltmeister,
Weltcup-Gesamtsieger und 20 Einzelbewerbe. Überraschendes
Comeback (nach 2 Jahren Pause) in der Olympiasaison 2009/2010
- nochmals Gold im Team.
Benjamin Raich Der
derzeit beste Skifahrer Österreichs - mehrfacher Weltmeister, Olympiasieger,
Gesamtweltcupsieger, Disziplinenweltcupsieger. Der Blitz aus Pitz.
Michael
Walchhofer Der Radstädter ist Speed-Spezialist (Abfahrt) und konnte
in dieser Disziplin schon Olympiagold sowie 3x den Disziplinenweltcup in der Abfahrt
gewinnen. Was die wenige wissen: Walchhofer startete im Slalom in den Weltcup
(war 1999 Europacupsieger im Slalom wie auch in der Gesamtwertung) und kehrte
den Stangen dann ziemlich den Rücken zu (außer in einigen Kombinationen).
Thomas
Morgenstern
2003 ging der Stern von Thomas Morgenstern erstmals auf.
Erst 2006 glitzerte er dann Gold: Bei den Olympischen Spielen
in Turin gleich doppelt: Einzel- und Teamolympiasieg. 2007/2008
mutierte Morgenstern dann zum Seriensieger und konnte sich auch
den Gesamtweltcup der Skispringer sichern. 2010 Olympiagold mit
der Mannschaft.
Gregor
Schlierenzauer
Mit Morgenstern derzeit der stärkste ÖSV-Adler.
Teamweltmeister und Skiflugweltmeister sind bisweilen die Toptitel
für den jungen Innsbrucker - 2008/2009 gesellte sich noch
(nach dominater Saison) ein Gesamtweltcuptitel dazu.
2010 Olympiagold mit der Mannschaft.
Wolfgang
Loitzl
Weit mehr als 200 Weltcupbewerbe bedurfte es, ehe der nette
Bad Ischler am 1.1.2009 in Garmisch-Partenkirchen erstmals auch
im Einzelspringen (zuvor gab es schon mehrfach Gold bei Teambewerben)
zuschlug.
Nach vielen Jahren im Vorderfeld (aber nicht ganz vorne) war plötzlich
ein Knoten gelöst und Loitzl holte sich auch gleich die Vier-Schanzen-Tournee
2008/2009 und einen WM-Titel im Einzel. 2010 Olympiagold im Team.
Andreas
und Wolfgang Linger
2006 und 2010 fuhren die Tiroler Brüder im olympischen
Eiskanal mit der Rodel allen davon.
Marlies
Schild Die Slalomkönigin, die im Weltcup schon einiges gewonnen
hat. Bei Olympischen Spielen, Weltmeisterschaften (im Einzelbewerb) und im
Gesamtweltcup noch in Lauerposition.
2008/2009 verletzungsbedingt out. 2009/2010 wieder Siegläuferin.
Nicole
Hosp Großartige Ski-Technikerin, die aber auch in den schnellen
Disziplinen schon gut gepunkten hat. Der Gesamtweltcup ist schon als erledigt
abgehakt, WM (Einzelbewerb) und Olympiasieg fehlt noch.
Den meisten als NIKKI Hosp bekannt. 2009/2010 verletzungsbedingt
out.
Kathrin
Zettel Die Niederösterreicherin (Göstling) ist Technikspezialistin
und konnte sich schon einige Weltcupsiege sowie einen Weltmeistertitel in der
Kombination holen - nach wie vor eine der größten Skihoffnungen bei
den Damen.
Nicht
mehr aktiv:
Toni
Sailer Mit 3 Olympiasiegen (Cortina d'Ampezzo 1956) ist der Kitzbüheler
noch immer ganz oben in der heimischen Olympiasiegerwertung. 2009 verstorben.
Karl
Schranz 3x Weltmeister, 2x Gesamtweltcup - mit äußerst unglücklicher
Bio bei Olympischen Spielen, welche 1972 (Sappero) mit dem Ausschluß von
Schranz (Verstoß gegen den damaligen "Amateurparagraph") gipfelten.
Hermann
Maier
3x Weltmeister, 2x Olympiasieger (Nagano - mit Megasturz in der
Abfahrt vor seinen beiden Titeln), 4x Gesamtweltcup, jede Menge
Disziplinenweltcup und eine Unmenge an Einzelsiegen - den "Herminator"
braucht man kaum vorzustellen.
Rücktritt vor der Olympiasaison 2009/2010.
Franz
Klammer Die
Beliebtheit des sympathischen und stets gut gelaunt wirkenden Kärtners resultiert
aus dem Abfahrt-Olympiasieg anno 1976 zu Innsbruck (Patscherkofel). Denn diesen
forderte die gesamte Skination Österreich damals ein. 5 Abfahrts-Gesamtweltcupsiege
sowie 26 Einzelweltcupsiege runden die tolle Bilanz des Abfahrers ab. 1974 gilt
es noch einen Weltmeistertitel in der Kombination zu erwähnen.
Fritz Strobl
Abfahrt- und Super-G-Spezialist, Olympiasieger und Teamweltmeister mit starkem
"Mozart-Abgang" von den Skipisten.
Stephan
Eberharter Ein Topbeispiel für eine Karriere mit Hoch und Tiefs:
1991 als ganz Junger Doppelweltmeister in Saalbach-Hinterglemm, dann lange Jahre
ohne Erfolge, dann von 1998 bis 2004 Seriensieger, 2002 im letztmöglichen
Rennen Olympiagold, 2003 noch ein WM-Gold zum Drüberstreuen. 2x Gesamtweltcupsiege,
mehrfach Abfahrt- und Super-G-Gesamtweltcup. In seiner Hochzeit in starker Konkurrenz
zum Mitdominator Hermann Maier (der anfangs das größere Presseecho
hatte).
Marc
Giradelli Der Vorarlberger startete zwar seine ganze Karriere lang
für Luxemburg, darf aber in dieser Auflistung nicht fehlen. Immerhin gewann
er 5x den Gesamtweltcup, 10x einen Disziplinenweltcup und 46 Weltcuprennen. Bei
Olympischen Spielen fehlte Giradelli oft das Glück - "nur" 2 zweite
Plätze stehen hier zu Buche.
Andreas
Goldberger Gewann zwar so ziemlich alles, was man als Skispringer gewinnen
kann - aber eben nur ziemlich alles: Bei Olympischen Spielen war dann doch immer
jemand anderer in Bestform. Trotzdem kann sich die Bilanz von "Goldi"
sehen lassen: 20 Weltcupsiege, 2x Sieger der Vierschanzentournee, 3x Gesamtweltcupsieger,
2x Skiflugweltmeister (1x Einzel, 1x Team) und ein Haufen Medaillen bei Weltmeisterschaften
und Olympischen Spielen.
Anton
Innauer 1976 in Innsbruck noch die Silberne hinter Karl Schnabl. 1980
in Lake Placid dann endlich olympisches Gold für den Stilisten, der als erster
Österreicher 5x die Note 20 erhielt (1976 in Obersdorf bei Skifliegen). Ebendort
konnte er auch den damaligen Weltrekord im Skifliegen erzielen. 1979 gewann er
das erste Springen des neu formierten Skisprung-Weltcups. Auch als Trainer der
Skispringer und später als Chef der Nordischen konnte der sympathische und
intelligente Innauer große Erfolge erzielen.
Markus
Prock Der Toprodler aus Österreicher, der nie Olympiasieger wurde
- das wird Markus Prock wohl für viele bleiben. Doch 10 Weltcup-Gesamtsiege,
33 Einzelsiege, 1x Weltmeister und 3 Olympiamedaillen sprechen eine klare Sprache.
Wenn da der Georg Hackl nur nicht gewesen wäre...
Annemarie
Moser-Pröll Die bisweilen erfolgreichste Skifahrerin aus Österreich
ist die Salzburgerin Annemarie Moser-Pröll. Sie gewann 6x den Gesamtweltcup,
7x den Abfahrtsweltcup, holte 62 Weltcupsiege (Rekord bei den Damen!) und gewann
auch 1980 in Lake Placid die (längst verdiente) Goldmedaille in der Abfahrt.
Moser-Pröll war aber nicht nur in der Abfahrt stark - Sie gewann sämtliche
damals ausgetragene Disziplinen.
Michaela
Dorfmeister Eine der erfolgreichsten Speeddamen: 2x Olympiasiegerin,
2x Weltmeisterin, 1x Gesamtweltcup + einige Disziplinengesamtweltcupsiege. Wohl
die erfolgreichste (geborene) Wienerin im Skizirkus.
Renate Götschl
Die Speed-Queen - mehrfache Siegerin des Abfahrtsweltcups sowie des Super-G-Weltcups.
Auch der Gesamtweltcup (2000) und mehrere WM-Goldmedaillen im Portfolio. Bei Olympischen
Spielen glücklos (Silber und Bronze) - 2009 dann ein erfreuliches Karriereende:
Baby im Anmarsch.
Alexandra
Meissnitzer Und noch eine schnelle Frau: In 3 Disziplinen WC-Siegerin.
Gesamtweltcup 1999, Doppelweltmeisterin in Vail (1999) und einige Olympiamedaillen
(ohne Gold). Zuletzt vom Verletzungspech verfolgt aber immer im Vorderfeld zu
finden. Karriere 2008 beendet.
Petra
Kronberger Nur wenige Jahre blieb Petra Kronberger im Skizirkus - schon
23 Jahren sagte die Salzburgerin überraschend dem Skisport ade. Dabei
hätte sie vielleicht die erfolgreichste Österreicherin überhaupt
werden können - denn in kurzer Zeit holte sie 3 Gesamtweltcupsiege, 2 Olympiasiege
und wurde auch Weltmeisterin.
Anita
Wachter
Die Vorarlbergerin, welche ob ihrer zierlichen Statur
den Namen "Pistenfloh" bekam, konnte 1988 in Calgary
die Olympische Kombination für sich entscheiden. Viele Mediallien
(aber keine Goldene mehr) sollten bei WM und Olympia noch folgen.
Darüber hinaus ein Gesamtweltcupsieg, 2 x Riesentorlauf-Weltcup
und 18 Weltcupsiege runden die Sache solide ab.
Christian
Hoffmann
Zunächst
gelang Hoffmann 1998 eine Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen
in Nagano. Der zweite Riesenerfolg für den Langläufer
gab es 1999 in der Raumsau, als Hoffmann mit der Langlaufstaffel
vor heimischen Publikum Gold holte (als Schlussläufer). 2002
ging es dann zu den Spielen nach Salt Lake City, wo Hoffmann die
Silberne mit nach Hause nahm. Um diese dann erst 2004 (nach endgültiger
Disqualifikation wegen Doping des für Spanien startenden
Deutschen Mühlegg) in Gold umzutauschen und später selbst
ständig mit Dopingvorwürfen konfrontiert zu werden.
|